Donnerstag, der 09. April 2020
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Gries Gott, af de Homepage fu die Samatimer !

 

In der „Historia Domus“ Sanktmartin vom 22. Juli 1873 ist folgender Bericht zu lesen:

„Dieses Jahr hat den Gläubigen eine traurige Erinnerung hinterlassen. Gott hat in seiner unergründlichen Vorsehung eine wütende Seuche über sie kommen lassen, die sechs Wochen gedauert hat. Diese Heimsuchung hat einen Teil der Einwohner aus den Reihen der Lebenden hinweggerafft. Die Folgen der Krankheit waren entsetzlich. Wer von der Seuche befallen ward, wurde nach etwa sechs Stunden schwarz und starb. Am 20. Juli zeigten sich die ersten Anzeichen, am 22. Juli gab es die ersten Toten. Mitte August hatte die Krankheit den Höhepunkt erreicht. Es gab Tage, an welchen 15 Menschen gestorben sind. Eine Folge der Seuche war, dass 17 Häuser völlig ausgestorben sind. Es gab nur wenige Ortsinsassen, bei denen sich die Krankheit nicht irgendwie geäußert hätte. Sie dauerte bis zum September ununterbrochen an. Die Filialgemeinden Matscha und Kurtitsch hatten weniger darunter gelitten.

Laut Kirchenbuch endet die Seuche am 13. September 1873 mit insgesamt 355 Toten.

Liebe Landsleute,

genau wie die Cholera unsere Groß- und Urgroßeltern, unerwartet vor 147 Jahren, überrannte, hat sich der „Corona Virus 19“ nun über Deutschland und der ganzen Welt verbreitet. Wie unsere Vorfahren stehen wir da ohne einen Impfstoff oder ein Medikament, allein mit Gottvertrauen, dass diese Pandemie uns verschont und über uns hinweg geht. Wir haben in kürze Ostern, eine Zeit, an der wir an die Leiden Jesu und vor allem die Auferstehung gedenken. Wie erleben heuer zum ersten Mal andere Ostern, ohne Kinder und Enkeln, viele einsam und allein. Doch wie einst unsere Vorfahren haben wir Sanktmartiner Gottvertrauen. Beten wir an diesen Tagen für unser Heil, für unserer Familie, für unsere Freunde und Bekannten, für die ganze Welt. Möge unser Herrgott diese Seuche möglichst schnell beenden.

Der Vorstand der Samatimer HOG wünscht allen Landsleuten eine ruhige Gottvertrauliche Osterzeit und vor allem bleibt gesund.

 Bernhard Fackelmann

Vorsitzender der Samatimer HOG

 

Die Samatimer HOG ist die Gemeinschaft aller Sanktmartiner und deren Nachkommen aus der einstigen Großgemeinde Sanktmartin im Arader Komitat/Banat. Die Wurzeln unserer Ahnen entstammen dem großen Volksstamm der Franken aus der Gegend um Bad Mergentheim, Volkach und Gerolzhofen bis Bamberg und sind 1723/24 auf Geheiß unseres Lehnherren, Baron Johann Georg von Harruckern, ins damalige Ungarn eingewandert. Sanktmartin ist das einzige fränkische Dorf im Banat und die Sanktmartiner die Einzigen im Banat mit fränkisch/bayerisch sprechendem Dialekt. Auf diesen einzigartigen Dialekt sind wir stolz, was auch der Grund war unsere Homepage im Sanktmartiner Dialekt, „Die Samatimer HOG“ der Öffentlichkeit vorzustellen. Unsere neue Homepage ist ein offenes Fenster für alle Sanktmartiner, Matschamer, Kurtitscher, Schimandamer und Landsleute in der ganzen Welt, die unseren Zusammenhalt und unsere gemeinsamen kulturellen Feiern auf dem schnellsten Weg ins Wohnzimmer sendet. Die Samatimer Homepage ermöglicht uns allen diesen Zusammenhalt zu festigen, sie ist Information und Sprachrohr unserer Landsleute in einer modernen Zeit.

 

der Vorstand.

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