Samstag, der 03. Dezember 2022
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                                                   Allerheiligen


Allerheiligen /Sollemnitas Omnium Sanctorum, ist ein christliches Fest, an dem aller “HEILIGEN“ gedacht wird, der „verherrlichten Glieder der Kirche, die schon zur Vollendung gelangt sind“, der bekannten wie der unbekannten. In den katholisch geprägten Bundesländern ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag und wird am 1. November begangen. Hier in Deutschland, wie einst in der alten Heimat, haben die Sanktmartiner schon seit Tagen die Gräber Ihrer Verstorbenen hergerichtet und mit Blumen Tannenzweige, Bestecke und Kerzen geschmückt. Tausende unserer Landsleute werden heute zum Friedhof gehen um ihrer Verstorbenen zu gedenken. In der alten Heimat begann die Vorbereitung für dieses Fest schon im Frühling. Man hegte die Chrysanthemen das ganze Jahr damit sie als spätblühende Blumen am Grabe ihrer Verstorbenen in voller Pracht erstrahlten. Hier zeigte eine jede Hausfrau ihr Geschick im Garten und ein jeder der vorbei ging bewunderte jedes Jahr neue Sorten die auf dem Markt waren. Da fast alle Gräber offen und nicht zubetoniert waren, wurden die Blumen direkt in die Erde auf das ganze Grab verpflanzt und war somit eine Augenweide für alle Besucher. Um den Frühfrösten vorzukommen, die immer wieder kamen, verpflanzten viele Sanktmartiner ihre Blumen in aller Früh am 1. November. Am Abend gab es nach einem Gottesdienst eine Prozession aller Sanktmartiner zum Friedhof, an der Spitze die Ministranten mit dem Pfarrer, wo der Priester noch einmal an alle Verstorbeben ein Gebet richtete. Danach begaben sich ALLE Familien zu den Gräbern der Verwandten. Zuerst an die nahe stehenden; Kinder, Eltern, Geschwistern, Großeltern usw. Auf jedem Grab wurden mehrere Kerzen angezündet und einige Vaterunser gebetet. Danach ging man zum nächsten Grab. Brannten hier schon Kerzen wusste man das die Verwandtschaft schon eher hier war. Im Laufe des Abend kamen so immer mehr Verwandte zu ihren Gräbern und es war am Schluss ein Lichtermeer von tausenden brennenden Kerzen auf dem gesamten Friedhof. Traurig waren jene Gräber auf denen keine einzige Kerze brannte weil die Nahestehende nicht mehr lebten oder in der weiten Welt verstreut waren. Später ab den 1970ger Jahren führte man die Mode des Plastik Blumenschmuckes aus Deutschland ein, der heute Gottseidank verpönt ist. Nach dem Exodus fast aller Sanktmartiner nach Deutschland, wurden nach und nach fast alle Gräber zubetoniert, die heute im ganzen Friedhof ein trostloses und blumenloses Bild zeigen.
Der Vorstand der Samatimer HOG hat in den letzten sieben Jahren in unserem Heimatfriedhof die Summe von über 13.300.- € zur Verschönerung und Neugestaltung ausgegeben. Es ist unsere Verantwortung und Pflicht unseren Vorfahren die Ewige Ruhe zu bewahren. Auch für heute Abend hat der Vorstand 300 Kerzen gekauft, die ich im September nach Sanktmartin gebracht habe, wo die Familie Tutea und Tolan sie für alle Verstorbenen Sanktmartiner anzünden werden. Wir Danken beiden Familien für die Pflege und Erhaltung unseres Heimatfriedhofes.
Gebe Gott allen Verstorbenen die ewige Ruhe. Anbei Bilder zu Allerheiligen von unseren Heimatfriedhöfen

Heimat Friedhof Sanktmartin.

Heimat Friedhof Macea, gepflegt von Familie Hilda und Anton Krausz.

Bernhard Fackelmann
Vorsitzender