Montag, der 17. Juni 2024
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Information über die Kirchendachrenovierung ,
Liebe Landsleute,

das vordere Kirchendach, gleich am Glockenturm, ist tatsächlich der Restbau unserer ersten steinernen Kirche aus dem Jahr 1756. Was haben diese alten Balken und Dach schon alles erlebt ? Sie haben die Jahrhunderte , Kriege, Deportation, Enteignung, Heimkehr und Exodus sowie Eingriffe durch die moderne Sanierung 1910 , überstanden. Klettert man heute auf den Speicher, beobachtet man etwas Besonderes u.zw. nicht irgendeinen verstaubten Boden sondern den ältesten Kirchendachstuhl  Sanktmartins und der Umgebung. Die Kirchen unserer Nachbargemeinden Elek, Gyula, Sanktanna, Glogowatz und weitere, sind nach 1756 errichtet worden. Wenn Balken nicht feucht werden oder keinem Feuer zum Opfer fallen, sind sie praktisch unzerstörbar und überstehen problemlos mehrere Jahrhunderte. Diese hier wurden 1756 eingebaut , sind erst in den letzten Jahrzenten durch Feuchtigkeit morsch geworden und konnten durch die Sanierung in letzter Minute gerettet werden. Auch den Unterschied von Eiche und Nadelholz erkennt man sofort. Die Ringe hier zeigen, dass es ein Laubbaum ist. Für die tragenden Balken wurde die stabile Eiche verwendet, die aufliegenden Balken waren dann aus Fichte oder Tanne. Unsere Eichen für die Heimatkirche brachte man auf Geheiß des Lehnherrn Johann Georg von Harruckern aus den Donauauen bei Dunaföldvar mit Ochsenkarren nach Sanktmartin. Aus den Chroniken der von Harruckern ist zu lesen dass 1722, beim Bau der Siedlerhäuser sowie beim Bau der ersten Holzkirche und der ersten steinernen Kirche, Zimmerleute geboren in Gerolzhofen arbeiteten. Das heißt, diese Balken wurden von unseren Ahnen aus Franken bearbeitet, die noch heute im Dach vom Kircheneingang zu sehen sind. In Erinnerung an Sie und an unsere Heimatkirche werden wir, aus einem morschen Balken, der herausgeschnitten wurde ein Holzkreuz zimmern, welches wir im Mai 2024, bei unserer 300-jährigen Feier in Gerolzhofen dem Pfarrer May in der kath . Kirche „Zum Rosenkranz“ übergeben, in Gedenken an die Gerolzhofer Ahnen, die vor 300 Jahren dieses Holz berührt und bearbeitet haben. Somit schließt sich der Kreis von der Auswanderung 1724 bis zur Rückkehr und Feier 2024. Dieses erfüllt uns mit viel Stolz und Anerkennung.

Viele Balken sind noch im Originalzustand ,an den Seiten erkennt man noch die "Abbund Zeichen", die Markierungen und Kerben der Zimmerleute. Anhand der Zeichen wussten die Handwerker, wie sie das Dach später zusammenbauen sollten. Diese Bäume waren über hundert Jahre alt als sie geschlagen wurden. Die Holzfäller und den Besitzer des Waldes kann es mit Stolz erfüllen, denn aus diesen Bäumen wurden Balken gesägt die 300 Jahre später noch immer ihre Bestimmung erfüllen zum Wohle unserer Heimatkirche und zum Wohle Gottes.
Die Renovierung:

Wir sind froh dass die Arbeiten zur Renovierung des Daches eine Dachfirma aus Sanktmartin übernommen hat. Adrian Tutea , auch ein Gebürtiger Sanktmartiner ,hat wesentlich zur Fertigstellung und Kontrolle der Arbeiten beigetragen. Das gleiche gilt auch für den neuen Heimatpfarrer Mathe Lorandt der uns mit aller Kraft seines Amtes beim Kauf der Materialien und des Bleches unterstützte und zur Hilfe stand.
Jede noch so kleine Arbeit kostet Geld. Wir die Sanktmartiner können uns über die Spendenbereitschaft vieler freuen. Dank neuen großzügigen Spenden an den Heimatverein konnten auch diese Arbeiten am Dach der Heimatkirche abgeschlossen werden.
Liebe Spenderinnen und Spender,
lassen Sie mich heute das Wort an Sie richten, um Ihnen ein aus tiefstem Herzen kommendes Danke zuzurufen. Durch Eure Großzügigkeit, die Sie alle an den Tag gelegt haben, tatsächlich den entscheidenden Beitrag dazu geleistet haben damit das Dach unserer Heimatkirche renoviert wurde und für die nächsten hundert Jahre der Erhalt unserer geliebten Kirche gesichert ist. Wir sind froh, glücklich und auch stolz, dass diese Gemeinschaft doch nicht so egozentrisch ist wie einige wenige immer behaupten und wir freuen uns, dass jede und jeder einzelne von Euch dazu beigetragen hat, damit unsere Heimatkirche ihren Standort als Haus Gottes weiterhin erfüllen kann.
Das bedeutet uns sehr, sehr viel. Ihnen allen gilt unser zutiefst empfundener Dank, den wir gern jedem Einzelnen von Ihnen persönlich ausdrücken würden. Unser Dank geht auch an die Diözese Temesvar und Gemeinde Macea für die finanzielle Hilfe. Der Vorstand hat wie immer durch Taten und nicht durch leere Worte seine Aufgaben erfüllt. Mir sei mir.

Bernhard Fackelmann
Vorsitzender der Samatimer HOG.

 

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