Montag, der 17. Juni 2024
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Mit den Ahnen verbunden. Treffen am 22. Juni 2024 in Gerolzhofen/Unterfranken

Liebe Landsleute,
dreihundert Jahre seit der Auswanderung unserer Vorfahren bedeuten nicht nur die Verbundenheit aller Sanktmartiner/Matschamer von heute, sondern auch für zehn Generationen, die vor uns gelebt haben. Das Wichtigste aber ist „Ohne sie wären wir alle nicht hier“.
Sie waren der Grundstein unseres Daseins und kamen alle aus Franken, was unsere Beziehungen wie auch unser Gefühl zu Franken zeigt und prägt. Viele Menschen der heutigen Zeit haben ihre Wurzeln aus den Augen verloren und erfahren gerade in dieser, von Krisen gebeutelten Zeit, eine starke Verunsicherung. Ohne Wurzeln mangelt es an Halt und innerer Sicherheit. Heute ist uns das Bewusstsein für die Bedeutung der Verbindung mit unseren Ahnen abhanden gekommen. Die meisten Menschen kennen gerade noch ihre Großeltern und darüber hinaus haben sie keine weiteren Kenntnisse über ihre Vorfahren. Die Ahnen lebten, in den mündlichen Überlieferungen weiter. Die Ahnenverehrung in den alten Traditionen sollte das Gefühl verstärken dass der Vorfahr bei seinen Nachkommen lebt, dazu diente eine symbolische Sichtbarmachung . Sobald wir uns wieder bewusst machen, dass all die Annehmlichkeiten, die wir heute haben und vorfinden durch den Schweiß, der Hände, der Arbeit und dem Genius unserer Vorfahren entstanden sind, gelingt es mitzufühlen, ihre Taten und Werke wertzuschätzen und immer dankbar dafür zu sein.  Durch unsere Ahnen gewinnen wir ein größeres Verständnis und zugleich Mitgefühl für jene, die vor uns da waren. Wir erkennen mitfühlend, dass sie ihr Schicksal zu leben hatten, genau wie wir auch. Mit diesem Schreiben möchte ich eure Aufmerksamkeit und euer Bewusstsein in Richtung unserer Ahnen lenken. Macht euch heute bewusst dass viele Menschen vor uns in der Familie da waren und auch eine Grundlage für „Deine heutige Existenz,, gelegt haben. Jeder deiner Ahnen hat nach seinem besten Wissen und Gewissen das eigene Leben gemeistert und sie waren genauso vor Herausforderungen gestellt wie Du“. Früher waren die Ahnen ein wichtiger geistiger Teil der Familie, der Familientradition und Familienkultur. Zur Familie gehörten nicht nur alle Nachfahren des Familienoberhaupts, meist ausgehend vom (Ur-)Großvater, sondern auch mindestens drei Generationen seiner verstorbenen Vorfahren.

Manchmal und zeitweise auch sehr oft ging es ums nackte Überleben, jede Generation hat auf ihre bestimmte Art und Weise die Evolution der Menschheit vorangebracht. „Auch Du mit deiner Art legst die Grundlage für die folgenden Generationen. Vielleicht kommen dir bestimmte Ahnen ins Gedächtnis die besonderen menschlichen Attribute gelebt haben oder einfache Geschichten, welche deine Eltern oder Großeltern von den vorherigen Generationen erzählt haben. Wenn es für dich stimmig ist, lass heute Dankbarkeit durch deine Ahnenreihe strömen. Die Arbeit der Ahnen ist für uns Energie, Kraft, Gefühle der Zugehörigkeit, Verbundenheit, Liebe und Urvertrauen.  Seit 1724 beeinflussen uns zehn Generationen , sie wirken immer noch aktiv auf unseren Alltag und das persönliche Leben. Das bedeutet, dass wir die Energien unserer Vorfahren, von vor über dreihundert Jahren, in unserem Inneren spüren können. Der Rückhalt unserer Ahnen, ihr Beistand und ihr Segen begleiten uns dabei auf all unseren Wegen.
Der zweite Punkt ist HEIMAT.
Die Heimat ist für die meisten Menschen der Ort an dem sie geboren oder aufgewachsen sind oder an dem sie sich zu Hause fühlen.  Dabei geht es uns nicht um „Heimatduselei”;  sondern-
„Wi daham“ : kann es etwas Schöneres geben ?? Hohe Heimatverbundenheit tut den Menschen gut und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Menschen mit einer großen Heimatverbundenheit haben ein höheres Wohlbefinden und bringen es auch täglich zum Ausdruck.
Heimatverbundenheit ist ein Baustein des Lebens und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sie dient als sicherer Hafen in Zeiten hoher Anforderungen. HEIMAT — DAS IST EINE SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT, DIE ERST ZUM BEGRIFF WIRD, WENN SIE EINEM VERLOREN GING, WODURCH AUCH IMMER.
Heimat kann vielerlei bedeuten: an die Schauplätze der eigenen Kindheit zurückdenken, manche an das wohlige Gefühl des Nach- Hause Kommens und wieder andere, an liebe Verwandte und Bekannte. Heimat zeigt sich nicht zuletzt auch daran, dass der Begriff Heimat nur schwer in andere Sprachen übersetzt werden kann. Der Heimatbegriff ist mittlerweile gut 1000 Jahre alt und damit untrennbar mit der deutschen Kultur verbunden. Für die rund 10 Millionen Flüchtlinge und Spätaussiedler („Heimatvertriebene“) aus den ehemals deutschen Gebieten in Mittelost/Südosteuropa wurde die Heimat zu einem stark verklärten Ort der Erinnerung („die alte Heimat“), gepaart mit dem undefinierten Gefühl der Sehnsucht nach einer heilen Welt. Was Heimat bedeutet, hängt stark vom aktuellen Zeitgeist ab. Das derzeitige Verständnis von Heimat sowie die Kritik daran drängen zu der Frage, was Heimat für die Menschen in Deutschland heute bedeutet ? Für uns Sanktmartiner bedeutet sie ALLES. Heimat ist: Familie, Freunde , Menschen die ich kenne, Wohlfühlen, Vertrautheit, Geborgenheit, gerne zurückkommen wo Sprache und Dialekt, verstanden werden und sich nicht verstellen müssen, die Mentalität der Leute , sich auskennen, Kindheit und Kindheitserinnerungen, der Ort wo man aufgewachsen ist, das Elternaus und liebe Menschen, gemeinsame Kultur und wissen wovon ich rede, Zusammenhalt ,das Gefühl zuhause zu sein, Sicherheit und unbeschwerte Erinnerungen, Geborgenheit, Identifikation mit Ort und Landschaft, soziale Verwurzelung.
Traditionen sind mehr als nur Routinen oder Gewohnheiten. Traditionen tragen dazu bei, Verbundenheit mit Anderen und mit der Vergangenheit zu schaffen. Wir halten uns an Traditionen, um schöne Erinnerungen und ein Zugehörigkeitsgefühl erschaffen. Durch sie werden oft Werte wie Güte oder Teamarbeit gefeiert und vermittelt. Einige Traditionen werden von vorangegangenen Generationen an uns weitergegeben, andere entstehen wie von selbst. 

Bräuche und Traditionen sind seit jeher wichtigem Bestandteil im Leben der Sanktmartiner. Seit Jahrhunderten hat sich in Sanktmartin gelebte Tradition erhalten und wird alljährlich gefeiert. Tradition und Brauchtum verbindet die Menschen , gerade in einer Zeit des immer schnelleren Wandels suchen die Menschen nach Kontinuität und nach Anknüpfungspunkten. Daher ist es ein wichtiges Signal, schon unseren Kindern und Jugendlichen die Verbundenheit mit der eigenen Geschichte und Kultur, aber auch mit unserer bayerisch/fränkischen Heimat zu vermitteln. Viele Sanktmartiner besinnen sich zurück und wollen ihre Wurzeln wieder entdecken. Wichtig dabei ist, unsere Nachfahren ins Bewusstsein zu rufen, dass unser dauerhafter Frieden und eine glückliche Zukunft nur dann gesichert sind, wenn jeder einzelne sich in Heimatliebe für das Ganze verantwortlich fühlt. Jeder Mensch wird von frühester Kindheit an durch seine persönliche Geschichte geprägt. Ganz gleich, ob wir uns an Geschehnisse erinnern oder ob wir sie tief in uns verborgen tragen. Wir wissen um viele Erfahrungen ,dennoch fällt es uns nicht immer leicht, sich ihnen bewusst zuzuwenden, sei es, weil sie einfach vergessen wurden, sei es, weil wir sie unbewusst verdrängt haben. Dessen ungeachtet spüren wir auch deren Bedeutung für unser eigenes Leben, weil Familienerinnerungen unseren Alltag ebenso prägen können wie unsere individuelle Geschichte, sie werden von Generation zu Generation weitergegeben. Oft fühlen Menschen diese Verbindung zu ihren Ahnen, wissen aber nicht, wie sie ihre Beziehung zur Vergangenheit in ihr gegenwärtiges Leben integrieren können. Sehnst Du Dich nach mehr echter, tiefer Verbindung zu Dir selbst, zu Deiner Familie und zu Deinen Wurzeln?
Dann ist jetzt eine gute Gelegenheit, Kontakt zu deinen Ahnen aufzunehmen. Kommt am 22. Juni zu unserem feierlichen Treffen : „300 Jahre seit der Auswanderung unserer Ahnen aus Gerolzhofen“ Aus Anerkennung und Dankbarkeit, in Erinnerung an Sie, an unserer gemeinsamen Geschichte, an uns und unsere Nachkommen, treffen wir uns am 22. Juni 2024 in Gerolzhofen.
Der Vorstand gibt sich die Größte Mühe damit aus diesem Treffen ein großes Fest entsteht. Ort/Zelt, Stühle, Tische, Essen/Getränke, Musikanten und Hl.Messe sind bestellt. Um alles zu organisieren, benötigen wir unbedingt die Mitteilung alle Personen die Anwesend werden. Bitte meldet Euch über mail; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Handy; 015123010279 mit Namen und wie viele Personen kommen werden.
Nähere Informationen in den nächsten Monaten über unsere Homepage oder Vorstandsmitgliedern. Alle Trachtler haben freien Eintritt, Essen und Trinken. Wir bitten alle die noch ihre Trachten haben beim Umzug dabei zu sein. Tun wir es zu Ehren unserer Ahnen zum Wohle unserer Gemeinschaft unserer gemeinsamen Geschichte, unserer kulturellen Werte, Tradition und Brauchtum. Wir alle sind Sanktmartiner von Sanktmartiner Vorfahren abstammend. Zeigen wir uns und den Gerolzhofen Gästen das unsere Vorfahren uns was bedeuten das wir stolz auf sie sind, das wir Sanktmartiner Franken sind. Wie werden noch vor Weihnachten, vor Ort in Gerolzhofen, uns um den genauen Verlauf des Festes kümmern und besprechen. Bürgermeister, Stadträte und Kulturreferat werden uns dabei zur Seite stehen und unterstützen. Auch um Übernachtungen und Busfahrten nach Gerolzhofen kümmern wir uns und teilen es dann an Euch weiter. Wir erwarten ein großes Fest, der Vorstand gibt sich die größte Mühe zum Gelingen dieser Veranstaltung. Bewahren wir unseren Zusammenhalt unsere Gemeinschaft unsere Zugehörigkeit, denn;
Mir sei mir.

Frohe Weihnachten und ein glückliches und gesegnetes
Neues Jahr 2024 wüschen Euch allen, der Vorstand der
Samatimer HOG.

 

Bernhard Fackelmann
Vorsitzender der Samatimer HOG.