Dienstag, der 23. Juli 2024
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Ausstellung 300 Jahre seit der Auswanderung unserer Vorfahren aus Franken

Das ehemalige Rathaus in Gerolzhofen/Unterfranken wurde 1475 errichtet. Seit 1984 ist in dem Gebäude das Stadtmuseum eingerichtet. Im Mai 1724 trafen sich aus ganz Franken 380 Personen, die den Ruf des späteren Lehnsherrn Baron Johann Georg von Harruckern folgten um eine neue Heimat im damaligen Ungarn zu errichten und aufzubauen. Sie gründeten drei neue Ortschafen Deutschjula, Elek und Sanktmartin. Alle unsere Vorfahren waren bei Beratung und Unterzeichnung ihrer Dokumente für die Ausreise/Einreise nach Ungarn in diesem ehrenwerten Haus. Aus diesem Anlass hat der Vorstand der Samatimer HOG eine Ausstellung  Bilder/Dokumentation mit Genehmigung des Bürgermeisters Thorsten Wozniak und mit Hilfe des Kulturwerkes der Stadt Referentin Birgit Glotzmann und Assistent Andreas Loibl organisiert die am 8. Juni 2024 feierlich eröffnet wurde. Ca. 70 Plakate mit Bildern und Dokumentation über die 300-jährigen Geschichte Sanktmartins, wurden in dieser Ausstellung gezeigt. Anwesend waren der Vorstand der Samatimer HOG, Sanktmartiner Mitgliedern, der Vorstand des Stadtrates aus Gerolzhofen, Vorstandsmitglieder verschiedenen Vereinen aus Gerolzhofen 1.Bürgermeister der Stadt Thorsten Wozniak, Bgm. Irmgard Krämer a.D. und Bgm. Robert Wächter a.D.
Um 17.30 Uhr eröffnet der 1. Bgm. Thorsten Wozniak die Ausstellung mit Begrüßung der Gäste. In seiner Rede berichtet der Bgm. über die Auswanderung unserer Vorfahren vor 300 Jahren so wie die hervorragenden Beziehungen zwischen den Sanktmartiner und Gerolzhöfern, über unsere Feste in der Stadt so wie die Besuche der Gerolzhöfer in unserem Heimatort Sanktmartin. Er bedankte sich bei dem HOG Vorsitzenden Bernhard Fackelmann für seine Arbeit, die Ausstellung und die Bekanntmachung geschitlichen Ereignissen unserer Vorfahren aus seiner Stadt. Bernhard Fackelmann begrüßte die Gerolzhöfer Gäste und bedankte sich beim Bürgermeister und Stadtrat für ihre Unterstützung bei der Ausstellung. Der wichtigste Grund dieser Ausstellung ist der Dank unserer Vorfahren die durch diesen Schritt, unser Dasein und Existenz erst ermöglicht haben. Er führte durch die Ausstellung und berichtet ausführlich über die Entstehung der Franken und
die Entstehung des fränkischen Reiches, die Eroberung Ungarns durch die Türken , die Befreiung des Donauraumes durch die Österreicher und den Grund der Besiedlung des Banates und unseren Vorfahren. Weiter ging es mit der Besiedlung Sanktmartins und seine 300-jährige Geschichte, die Gründe der Rückwanderung fast aller Sanktmartiner nach Deutschland und die Feste in der Heimat unserer Ahnen. Die Gerolzhöfer bedankte sich recht herzlich bei Fackelmann und waren höchst erstaunt über die ausführliche Beschreibung die vielen Geschichtsdaten und das große Wissen über unserer Sanktmartiner Geschichte. Die Eleker haben schon vor einhundert Jahren in den 1920-er Ahnenforschung in Gerolzhofen betrieben. Gedenktafel und Stein erinnern an dieser Zeit. Aus diesen heraus hat Bernhard Fackelmann dem Bürgermeister und das Kulturwerk gebeten, das auch wir Sanktmartiner an die Auswanderung unsere Ahnen gerne Erinnern würden. Der Wunsch wurde genehmigt, ab Juni hängt im Alten Rathaus eine Gedenktafel mit der Aufschrift: „Auf diesem Platz versammelten sich am 20. Mai 1724 unsere Vorfahren aus Franken, um auf Geheiß Ihres späteren Lehnsherrn J.G. Harruckern als Kolonisten im damaligen Ungarn, heute Rumänien, eine neue Heimat zu finden und den Ort Sanktmartin zu gründen“.
Wie schon bekannt hat der Vorsitzende Bernhard Fackelmann bei der Renovierung des Kirchendaches im letzten Jahr, die Handwerker beauftragt ein Stück Holz aus den Balken nach Deutschland zu versenden, um aus diesem ein Kreuz zu zimmern da laut Historia Domus bei der Errichtung unserer Heimatkirche 1756, Sanktmartiner Zimmerleute aus Gerolzhofen beteiligt waren. Für Fackelmann war es von historischer Bedeutung aus dem Alten Balken ein Kreuz zu zimmern, welches bei der 300 Jahres Feier den Weg in die katholische Kirche in Gerolzhofen findet und hier auch eine Bleibe findet. Somit schließt sich der Kreis, Auswanderung unserer Vorfahren 1724 und die Rückwanderung der Sanktmartiner in der Heimat unserer Ahnen. Fackelmann beauftragte unseren Landsmann Johann Hubert der vom Beruf auch Tischler ist, und bat ihm daraus ein Kreuz zu zimmern welches er mit Bravour durchgeführt hat und am 22 Juni bei der Feier in der HL. Messe auch eingeweiht wird.

Die Kulturreferentin Frau Beate Glotzmann bat Bernhard Fackelmann um eine Vorstellung diese Ausstellung auch am 21. Juni dem Vorabend unsere Großen Festes da in den nächsten zwei Wochen viele Gerolzhöfer die Ausstellung besuchen werden und das Wissen dieser Ausstellung aus Erster Hand erfahren möchten.
Es ist für uns Sanktmartiner eine besondere Ehre, es zeigt auf einer Seite das Interesse der Gerolzhöfer an die Geschichte ihrer ehemaligen Landsleute und macht auf der anderen Seite uns Sanktmartiner in Franken, Bayern und Deutschlandweit bekannt denn Redakteure und Fernsehen werden dabei sein. Am Ende der Veranstaltung lud der Sanktmartiner Vorstand alle Anwesenden zu einem Stehempfang mit Sanktmartiner Gebäck, fränkischen Schmankerln und Gerolzhofer Wein ein. Es war ein erfolgreicher Abend, eine ein toller Tag die uns weiter zu dem macht, was wir schon seit lange sind. „Mir sei mir“.

Bernhard Fackelmann
Vorsitzender der Samatimer HOG

 

Das Alte Rathaus in Gerolzhofen

Die Gedenktafel im Alten Rathaus

Begrüßung durch Bgm. Thorsten Wozniak

Die Ausstellung

Das hölzerne Kreuz aus den Balken der Heimatkirche, das in der kath. Kirche

„Maria im Rosenkranz“ bei der 300 Jahrfeier seit der
Auswanderung unserer Vorfahren seine neue Heimat finden wird.

Lob und Dank

Mit dem Bürgermeister vor der Gedenktafel im Alten Rathaus

Stehempfang mit Sanktmartiner Kleingebäck und fränkischen Schmankerln.

Bis spät in der Nacht ein gemütliches Zusammensein.

PS.
Wir treffen uns ab 8 Uhr am Zelt in der Dingolshäuserstr. 2 in 97447 Gerolzhofen. Ab 10:00 geht der Trachtenumzug zur kath. Kirche, wo die Messe um 10:30 beginnt. Nach der HL-Messe ziehen wir zum Alten Rathaus über dem Platz wo bei Kranzniederlegung für alle Toten Vorfahren (Die Original Banater Dorfmusikanten spielen „Ich hatte einen Kameraden“) gedacht wird. Weiter geht’s zum Festzelt mit Einlass und Essensmarken kauf bei unserem Kassierer Anton Mahler (Eintritt 15€, Essen Mittag und Abend 30€) Getränke extra. Nachdem alle ihren Platz gefunden haben beginnt der Trachten Einzug mit dem Festprogramm, siehe im Anhang. Nach dem Festprogramm beginnt um 14:00 Uhr das Mittagessen, das an der Theke mit den eingelösten Marken abgeholt werden kann. Nach dem Essen gibt es Kaffee und Kuchen, der extra bezahlt wird. Bis ca. 17:00 Uhr spielen die Original Banater Dorfmusikanten original Banater Blasmusik. Am Abend Kaltes Bufet mit selbst Abholung. Ab 19:00 Uhr lädt die Walter Rieger Band bis 1:00 Uhr in der Früh zum Tanzen ein.
Liebe Landsleute wir sind die einzige Heimatgemeinde, die so ein Fest organisiert, die an Orten feiert, an denen unsere Vorfahren selbst vor 300 Jahren anwesend waren. Zugleich sind wir die einzige HOG bei der gleich vier Abgeordnete aus dem Bayerischen Landtag anwesend sind, dazu Bgm. und Stadträte, Bezirksvorsitzende, BDV-Vorsitzende und Gäste diverser Vereine.
Wir bitten bei den Grußworten in Ruhe zuzuhören den es ist für uns eine besondere Ehre Sie dabei zu haben.

DANKE.