Freitag, der 03. Juli 2020
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Liebe Landsleute,

Pfingsten ist für Christen das Fest der Sendung des Heiligen Geistes und gilt als Geburtsfest der Kirche. Damit endet die 50-tägige Osterzeit. 
Pfingsten‚ kommt aus dem griechischen und bedeutet „fünfzigster Tag“. Der Pfingstsonntag ist der 50. Tag der Osterzeit, also 49 Tage nach dem Ostersonntag und wird von den Gläubigen als die Entsendung des Heiligen Geistes gefeiert.
Wir, die Sanktmartiner Erlebnisgeneration, erinnern uns noch alle an die Feierlichkeiten der Hl. Messe, die imposante Lieder des Chores, die Förmlichkeit und Gemeinsamkeit jener Stunde. Inzwischen hat sich vieles geändert, in Zeiten der Corona Pandemie noch mehr, die Feier in der Kirche reduziert, viele Gläubige aus Furcht vor Ansteckung bleiben der Messe fern. Auch wenn die Pandemie gelockert wurde steckt sie tief in uns drin und wann sie endet liegt noch Monate vor uns. Wir, die Nachkriegsgeneration, haben noch nie einen solchen Tiefstand in unserem Leben erlebt, viele meiden die Öffentlichkeit, so mancher seine Arbeit und die Zuversicht in die Zukunft. Deshalb sind Gute Wünsche in Zeiten des Coronavirus auszusprechen und kann in der Herausforderung sozialer Distanzierung wieder etwas Nähe zu anderen Menschen bringen. Denken wir daran, dass es bestimmt bald auch wieder andere Zeiten geben wird, wo man vielleicht besonders die Risikogruppen schützt und das normale Leben langsam wieder hochgefahren werden kann! Dieses Licht am Ende des Tunnels dürfen wir uns vergegenwärtigen, als Hoffnungsschimmer am Horizont. Im tiefsten Tal kann man schon das Licht am Horizont sehen. Durchhalten, Lösungen finden, Hoffnung schöpfen und am Ende, Aufatmen! Arbeit ist das halbe Leben – aber nicht die wichtige Hälfte. Wichtiger ist, dass alle, die uns am Herzen liegen, in dieser Zeit gesund und sicher sind. So manche werden wegen des Coronavirus ihre Arbeit verlieren, vertrauen wir darauf, dass wir die nächsten Monate überbrücken und es schaffen, dass uns Hilfe zuteil wird um diese schwere finanzielle Zeit überstehen werden. Vielleicht gibt uns diese schwere Zeit, die wir mit der Corona-Krise erleben, wieder ein Bewusstsein für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
Jedem Menschen stehen im Leben Herausforderungen bevor, die nur bewältigt werden können, wenn alle am selben Strang ziehen. Bei uns ist es kein Krieg, kein Erdbeben, keine Pest und kein Tsunami, sondern “nur” das Coronavirus. Diese Zeit, in der wir uns gegen die Verbreitung des Coronavirus durch physische soziale Distanz schützen müssen, stellt uns vor ganz besondere Herausforderungen. Die Tatsache, dass die Distanz einem großen, guten Zweck dient, macht für uns die Sache etwas einfacher. Dennoch kann für uns ein erzwungener Rückzug schwierig sein. Ermutigende und Hoffnung spendende Sprüche können uns auf unserem Lebensweg Licht ins Dunkel bringen. Manchmal sind es liebe Menschen um uns herum, die uns einen Mut-Mach-Spruch an die Hand geben, einfach weil sie es gut mit uns meinen. Augen zu und durch, dass könnte man mit diesem Spruch assoziieren: Durchhalten und nicht aufgeben, irgendwann kommt Land in Sicht, und wir können über uns selber erstaunt und auf uns stolz sein, dass wir aus unserer Sicht Unmögliches geschafft haben. Ich weiß nicht, wie es vielen geht, aber bei mir beginnt sich langsam Hoffnung abzuzeichnen. Ich bin zuversichtlich, dass nach den Kontakteinschränkungen, wenn wir es gemeinsam geschafft haben, die Kurve der Infizierten nach unten abzubiegen, gute Lösungen finden werden, um das normale Leben langsam wieder hochzufahren.

Ein Neubeginn ist immer möglich. Jeder Tag lädt uns dazu ein: Wir dürfen den Mut nicht verlieren, immer wieder neu zu beginnen und plötzlich weißt du: „Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen“.

Die Samatimer Home Page steht in dieser Zeit allen zu Verfügung mit Neuigkeiten, Dokumentationen, Geburtstage und Verstorbene. Sie ist nun ein offenes Fenster in dem wir reinschauen, lesen und weiter kommunizieren. Die letzte Dokumentation „Die Schlacht von 1565 bei der Szent Martony Puszta“ haben in einer Woche über 1250 Personen angeklickt. 146 Kommentare von Sanktmartiner und Banater sind eingegangen, was wiederum das große Interesse vieler an unserer Geschichte zeigt. Wie es mit unserer Gemeinschaft weiter geht berichten wir zur gegebener Zeit.

Der Vorstand der Samatimer HOG
wünscht allen Landsleuten frohe und gesegnete Pfingsttage und vor allem „Bleibt Gesund“.

Bernhard Fackelmann
Vorsitzender.