Freitag, der 23. April 2021
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Ostergruß 2021

Ostern ist das Fest der Auferstehung Jesu Christi, das Leiden, Sterben und Auferstehung Christi. Zu Ostern feiern Christen auf der ganzen Welt die Wiederauferstehung Jesu am dritten Tag nach seinem Tod. Das höchste christliche Fest soll die Freude über Jesu Sieg über den Tod und die Verdammnis ausdrücken.
Habt keine Angst, fürchtet euch nicht, dass ist die Botschaft der Hoffnung. Sie gilt für uns, auch heute. Es sind die Worte, die Gott uns in der Nacht, die wir gerade erleben, wiederholt.
Das Corona-Virus hat auch das öffentliche Leben in den kirchlichen Gemeinden zum Erliegen gebracht. Die Kirchen in Deutschland sind digital für ihre Gemeindemitglieder da. Nicht nur mit Streams, sondern auch mit partizipativen Gottesdiensten. Diese sollen die Menschen während der Corona-Krise daran erinnern, dass Jesus für uns gestorben ist zur Vergebung unserer Sünden, er ist auferstanden um uns vorzubereiten für das ewige Leben. In diesen Tagen dürfen wir nur kleine Gottesdienste feiern, keine Veranstaltungen miteinander haben, aber wir sind trotzdem verbunden, miteinander im Gebet, durch den Geist Jesu Christi. Manchmal erlegt uns das Leben oder Gott eine Prüfung auf. Im Moment ist so eine Zeit. Durch das Corona-Virus haben viele Menschen mit Entbehrungen zu kämpfen: Manche leiden darunter, dass sie ihre Wohnung nicht verlassen und den Frühling genießen dürfen, manche haben Sorgen um ihre Angehörigen oder ihr finanzielles Auskommen. Das es eine Bedrohung gibt, spürt in dieser Zeit wohl jeder.
Was ich eigentlich sagen möchte ist: Wenn Gott selbst seinem Sohn eine solche Prüfung auferlegt, dann hat auch unsere Prüfung jetzt einen Sinn und heißt nicht, dass Gott uns verlassen hat, sondern dass er weiter an unserer Seite ist. So wie aus den Leiden Jesu das Christentum, Ostern und viele weitere gute und schöne Dinge entstanden sind, mag auch aus der Krise um das Corona-Virus etwas Gutes entstehen. Dieses Jahr ist alles anders. Es tut weh auf den Besuch bei den Eltern zu verzichten. Großeltern zerreißt es das Herz nicht wenigstens an Ostern die Enkel umarmen zu können. Die Pandemie zeigt uns: Ja, wir sind verwundbar. Vielleicht haben wir zu lange geglaubt, dass wir unverwundbar sind, dass es immer nur schneller, höher, weiter geht, aber das war ein Irrtum. Die Krise zeigt uns zeigt uns auch wie stark wir sind, worauf wir bauen können! Vieles wird in der kommenden Zeit sicher nicht einfacher. Wir Sanktmartiner machen es uns ja auch sonst nicht immer einfach. Wir verlangen uns selbst viel ab und trauen einander viel zu. Wir können und wir werden auch in dieser Lage wachsen.

Als Kinder der Neuzeit tun es unsere Enkel schwer, dem traditionellen Zeugnis von der Auferstehung Jesu Glauben zu schenken und es fällt uns als aufgeklärte Menschen nicht leicht, die Osterfreude und Begeisterung der ersten Christen über den ihnen erschienenen Herrn zu teilen: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen!“ (Lukas 24,34). Denn das Bekenntnis zur Auferstehung des gekreuzigten Jesus ist historisch so umstritten, wie es theologisch bedeutsam ist. Dass Gott den gekreuzigten und gestorbenen Jesus am dritten Tag auferweckt hat, ist nach aller menschlichen Erfahrung gewiss eine „unglaubliche“ Aussage.
Die Auferstehung von Jesus war nicht nur für vielen von uns eine zentrale Frage, sondern war und ist die zentrale Frage des christlichen Glaubens überhaupt. Die Auferstehung von Jesus ist der Grund des christlichen Glaubens (1. Korinther 15,14: „Ist aber Christus nicht von den Toten auferstanden, so ist euer Glaube vergeblich.“) und die Grundlage der christlichen Hoffnung (1. Petrus 1,3: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“). Das Paradoxe unserer Zeit ist, wir geben mehr aus aber haben weniger, wir kaufen mehr aber erfreuen uns weniger daran. Wir haben größere Häuser aber kleinere Familien, mehr Annehmlichkeiten aber weniger Zeit. Wir haben unsere Besitztümer vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir reden zu viel, lieben zu selten und hassen zu oft.
Ich wünsche Euch und Euren Lieben für die kommende Zeit auf jeden Fall nur das Beste. Ich wünsche Euch, dass Ihr zumindest an Ostern die Sorgen und die Angst vergesst und Euch einen wundervollen und schöne Tag machen könnt. Vielleicht ist dieses Ostern ja genau der Lichtblick, den wir in diesen schweren Zeiten brauchen? Auch, wenn vielleicht nicht alle Euren Lieben persönlich bei Euch sein können, werden sie Euch doch fest in ihr Herz geschlossen tragen – und dank moderner Kommunikationswege können sie Euch allen ein frohes Osterfest wünschen.

Der Vorstand der Samatimer HOG wünscht allen Landsleuten gesegnete und frohe Ostern 2021.

Bernhard Fackelmann
Vorsitzender der Samatimer HOG

Sanktmartiner Osterglocken 


Seit 45 Jahren färbt meine Familie Sanktmartiner Ostereier wie unten zusehen.

Keine „Sanktmartiner“ Ostereier aber künstlerisch bemahlt von Franz Stark.

P.S.

Viele Sanktmartiner Familien werden in den nächsten Tagen Ostereier färben.

Bitte Bilder an die Samatimer Homepage senden wir werden alle in einer Fotogalerie mit Namen in der Homepage veröffentlichen.

Wir bedanken uns bei allen und freuen uns auf viele Bilder.