Samstag, der 18. September 2021
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Liebe Landsleute,

wie uns Familie Tolan mitteilte, ist die Friedhofskapelle in einem desolaten Zustand. Das Alter von 92 Jahren und die Winterstürme haben das Dachblech abgerissen, worauf der Regen zwischen den Steinen eindrang und die linke Seite einen erheblichen Riss zeigt. Sofortige Reparatur ist notwendig um den Zerfall des Gebäudes zu verhindern. Auch die Ecken der Kapelle sind im gleichen Zustand. Der Mörtel zwischen den Steinen ist im Laufe der Jahre durch Wind, Wetter und Korrosion verschwunden, so dass nur noch Stein auf Stein liegt. Das Kreuz auf dem Dach ist ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Kapelle wurde 1929 vom damaligen Bürgermeister Adam Possmayer errichtet worden zu Ehren aller Verstorbenen Sanktmartiner Soldaten im Ersten Weltkrieg. Adam Possmayer war ebenfalls Soldat in diesem grausamen Krieg und hat selbst das Leiden und den Tod seiner Landsleute miterlebt. Daraus folgte der Gedanke etwas für seine Verstorbenen Sanktmartiner, die für „Gott, Kaiser und Vaterland“ ihr Leben ließen, zu tun. Ihre Gebeine Ruhen auf den Weiten von Galizien in Russland/Ukraine, in Isonzo/Italien oder im Karst in Kroatien. Sie alle haben ihr Leben gelassen, haben nie Ihre Enkel und Urenkeln gesehen. Wir, die Nachkommen dieser Verstorbenen, haben und werden sie nie Vergessen. Es ist unsere Pflicht und Ehre diesen Ort  des Gedenkens für Sie zu renovieren, wo man auch weiterhin an sie gedenkt.
Adrian Tutea hatte mit einer Firma, die schon die orthodoxe Kirche von  Matscha renoviert hat, eine Terminbesichtigung und uns liegt auch schon ein Angebot vor. Das Ordinariat in Temesvar, Msg. Generalvikar Dirschl wurde informiert und hat es an Pfarrer Zilaghi weitergeleitet. Pfarrer Zilaghi hat mit uns telefoniert und uns mitgeteilt, dass der Friedhof Eigentum der Gemeinde Matscha ist und wir diese informieren sollten. Auch dies wurde in der Zwischenzeit getan.

Die komplette Sanierung: Dach, Mauerwerk, Seitenwände und Beton Weg um die Kapelle kostet 15-16.000 Lei/3.000-3.500 €. Der Samatimer HOG Vorstand ist, durch seine Spendenaufrufe, in der glücklichen Lage sofort Maßnahmen zu ergreifen, um Schlimmeres zu vermeiden. Hier zeigt sich, dass die Arbeit und die Entscheidungen des Vorstandes, eine schnelle finanzielle Hilfe zu leisten, in den letzten sechs Jahren richtig waren und so soll es auch bleiben.

Anbei Bilder vom Zustand der Friedhofskapelle und die aktuelle Arbeit am Gedenkstein.

Im Auftrag der Samatimer HOG
Bernhard Fackelmann
Vorsitzender.

Auch der Platz vor der Kirche, Kreuz und der Gedenkstein wurden von Familie Tolan für Christie Himmelfahrt sauber gemacht.
Vorher/Nachher Bilder