Donnerstag, der 23. Mai 2019
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Ostereier färben wie „Taham“

 

Hundert Jahre nach Christi Geburt begannen die Christen die Wiederauferstehung unseres Heilands zu feiern. Ostern ist das größte Fest der Christen. Der Gründonnerstag kommt nicht von der Farbe Grün sondern vom Altdeutschen Wort “greinen“ was so viel wie weinen bedeutet. Am Gründonnerstag  feiern wir das letzte Abendmahl. Es ist der Tag an dem Christus von  Judas, einer seiner  Jünger,  verraten wurde. Karfreitag ist der Tag an dem Christus verurteilt, ans Kreuz genagelt wurde und verstarb. Karsamstag ist die Grabesruhe und Sonntag, dem dritten Tag, ist Jesus auferstanden.

Der Name Ostern kommt angeblich vom Namen einer Altgermanischen Göttin „Ostara“.  Man wollte so die Heiden dazu bringen sich mit dem christlichen Fest zu identifizieren. Das ein Hase die Eier bringt liegt wohl daran, dass viele Göttinnen das Symbol des Hasen und des Eis benutzten. Der Osterhase wurde erstmals 1682 von Georg Frank in „De ovis paschalibus“ erwähnt. Erst im 19. Jahrhundert nimmt er einen festen Platz ein. Das Ei ist für uns Christen das Sinnbild des Lebens aus dem scheinbar Toten. So wird das Ei zu einem der wichtigsten Symbole der Auferstehung.

Früher wurden die Eier grün, gelb, rot, und blau gefärbt. Die Kunst Ostereier phantasievoll zu bemalen wurde vor allem in den östlichen Teilen Europas gepflegt. Die Kunst Eiern mit Zwiebelschalen, Blumen und Blättern ein Muster zufärben wurde bei vielen Sanktmartiner Familien durchgeführt. Meine Familie,  Oma, Ehefrau und Tochter, treffen sich auch heute noch zu Gründonnerstag oder Karfreitag  um diese  aufwendige Art des Eierfärbens  zu pflegen.


Was braucht man: Eier, Zwiebelschalen, Zwirn, Seidentücher, Schere, dekorative Blätter und Blüten.


Blätter oder Blüten werden um das Ei mit einem Seidentuch gebunden.


Fest zusammengeschnürt und mit Faden gebunden.

 
In einem Kochtopf gibt man unten die Zwiebelschalen rein, dann eine Schicht  gebundener Eiern, oben drauf nochmals eine Schicht Zwiebelschalen und bedeckt das Ganze mit Wasser. Bei mittlerer Hitze werden die Eier,  wie normale Eier, gekocht und danach 10 Minuten ziehen gelassen.

Nach der Ruhepause werden die Eier aus dem Topf entnommen und von Seidentuch und Pflanzenreste befreit. Mit Wattebausch und Öl werden die Eier zum Glänzen gebracht.

 
Die ersten Muster sind schon zu erkennen.


Mit Wattebausch und Öl abreiben.

 

 

So schön können Ostereier sein.

FROHE OSTERN 2018.

 

 

diesamatimerhog

Bernhard Fackelmann