Montag, der 18. März 2019
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Stand der Sanktmartiner Kirche und Friedhof Juni 2013

 Zustand unserer Heimatkirche und Friedhof, wo  unsere Lieben begraben sind, ist für uns eine Herzensangelegenheit. Der Zustand unserer Heimatkirche, wo wir fast alle getauft und verheiratet wurden, steht  seit drei Jahren unvollendet da. Der auf einen voreiligen  gefassten Entschluss,  ohne Angebot, die Kirche auf Hauruck schnellst- möglichst,  bis zum 100-jährigen Jubiläum der neuen Kirche fertig zu bringen, hat dazu geführt, dass sich die Kirche im aktuellen  Zustand befindet. Eine Renovierung unserer Heimatkirche benötigt Zehntausende, wenn nicht mehr Euros.
Wir, die Kulturgemeinschaft, wollten uns nur um das kulturelle Erbe unserer Vorfahren kümmern  aber der Zustand der Kirche und Friedhof in unserer alten Heimat hat uns bewegt einige Maßnahmen zu ergreifen , auf Grund zahlreicher Telefonaten,  E-Mails und persönlichen Gesprächen. Vorweg wollen wir, von der Diözöse Temesvar  (Eigentümer aller katholischen Kirchen im Banat) wissen was die Renovierung unserer Heimatkirche  kosten würde. Wir baten um ein seriöses Angebot und sobald wir es bekommen, werden wir es in unserer Homepage veröffentlichen.

H.H. Ökonom, Pfarrer Nikola Laus von der Diözese Temesvar war im März 2013 in Frankental beim Treffen der HOG Vorstände eingeladen um über den Zustand der Kirchen im  Banat zu berichten. Bei der Frage über  den Zustand unserer Heimatkirche teilte uns  Pfarrer Nikola Laus schriftlich Folgendes mit: Ausschnitte aus dem Brief.

„Die Arbeiten wurden ohne Zustimmung oder Assistenz des Bistums oder der Pfarrei gemacht. Jedoch wusste der Pfarrer A. Zilahi vom Vorhaben, er hatte unter diesen Umständen (zum 100-jährigen Jubiläum)  gute Hoffnungen für die Sanktmartiner Kirche und hofft auch jetzt noch die Kirche in Ordnung zu haben. Pfarrer Zilahi hat sich beim Bistum klar ausgedrückt, dass die Arbeiten nicht fertig sind, dass das Innere der Kirche auch renovierungsbedürftig sei.

Die Diözese betont nochmals: jede Arbeit oder jedes Projekt sollte so gut wie möglich durch die Pfarrei und das Bistum gemacht werden. So kann man natürlich alle Aspekte des Projekts schon von Anfang an besprechen und die finanziellen Möglichkeiten jedes Teilnehmers und den Gesamtwert der Arbeit schätzen. Anbei aktuelle Bilder zum Zustand der Kirche:




 
                                                                               Der Eingang

 

Vorderturm, rechte Seite



Südseite, Richtung Pfarrgarten

 Uhrturm Süd



Rinne mit Südfassade, Pfarrhof



Turm, Nordseite

 

Uhrturm, Nordseite

 

 Nordseite


 
Nordseite

 

Hintere Nordseite zum Altar

 

Fenster Rückseite



Rückseite

 

Rückseite: Hier war bis Ende der 50ger Jahre noch der Ausgang zur Seitenkapelle, Richtung Kloster. Es wurde im Zuge der Renovierung 1957 zugemauert. Die gelöcherten Mauerziegeln stammen schon aus der Nachkriegszeit.


 
Innenansicht - Aufgang zum Chor

 

Linke Innenansicht zum  Hl. Grab

 

Eingang in der  Kirche

 

Innenseite – Mitte rechts

 

Innenseite - Hinten links

 

Innenseite - Mitte rechts

 

Innenseite – Vorne rechts

 

Nepomuck Haus, jetzt Platz für Müll und Abort

 


                                                                                Der Friedhof       

Der Ruheplatz für unsere Ahnen ist, Gottseidank durch die Arbeit von Martin Messer und seit einiger  Zeit von Josef  Burger, der einzige Platz der noch in Ordnung ist. Die Vordere Seite des Friedhofes wurde und ist von beiden in liebevoller Arbeit sehenswert. Die Probleme des Friedhofes liegen in der Größe (der Friedhof  hat eine Fläche von 6 Hektar) und Vandalismus Teils einiger unaufgeklärten, neu zugewanderten Bevölkerung. Der Hintere verwilderte Teil des Friedhofes  ist darauf zu führen, dass ein Mann solch eine Fläche (mit einer geringen Bezahlung noch dazu) nicht  bewältigen kann.

 

Vor dem Eingang steht der Friedhofsglockenturm. Die Glocke, angeblich ein Geschenk der Gemeinde zum 100-jährigen Jubiläum, wurde zwar von allen Geistlichen im September 2010 eingeweiht,  ist aber gleich nach dem Gottesdienst verschwunden und hat bei keiner Beerdigung mehr geläutet.

 

Wer kennt ihm nicht „der Kino Matz“ (Messer Martin)

 

Wo kein Beton ist blühen die „Glitschn“ wunderschön

 

Ruhet sanft



























Vandalismus im Friedhof ist ein permanenter Zustand. Schon vor vier Jahren wurden die ersten Fenster der Stationen von bekannten Jugendlichen,  mutwillig eingeschlagen. Obwohl Gemeinde und Polizei von dem Vorfall wussten und ein Protokoll aufgenommen wurde, hat man nichts dagegen getan. Der Grund, man stand vor den Wahlen.

Ein Jahr später hat Adam Messer „Aditz“,  bei einem Besuch in Sanktmartin,  diese  Fensterscheiben, auf eigenen Kosten, in Curtici neu einglasen lassen. Von Seiten der Sanktmartiner dazu „Vielen  herzlichen Dank“.  Im Dezember 2012 wurden erneut bei vier Stationen die Fensterscheiben  zerschlagen. Wiederum gab es ein Protokoll ohne Ergebnis.

 

Zerstörte Grabsteine

 

..und weitere



..und weitere

 

..und weitere

 

…und weitere

 

…und weitere

 

…und weitere

 

..auch das Hauptkreuz

 


…und viele, viele andere

 

..zerschlagen und Blumenkränze aus Marmor entwendet

 

..und dann noch ein frisch gegrabenes Loch, nicht Grab, nach was suchte man hier?

Auch die letzten aus der Cholera Zeit 1873 sogenannte „Cholerakreuze“ wurden entwendet und als Eisenschrott verkauft.

In unserem Heimatdorf,  nach dem Exodus 1989, Zugezogenen, die in den Häusern unserer Väter und Großväter jetzt wohnen, die ihr tägliches Brot auf den Feldern  unserer Vorfahren verdienen, sollten doch Respekt für die Ruhestätte  der Toten haben. Behörden und Lehrer sollten in der Schule den Kindern beibringen wer hier im Dorf vor Ihnen  lebte, denn Rumänien ist in einer Gemeinschaft die sich EU nennt. Auch  die Repräsentanten  der  HOG sollten sich mit der Gemeinde und den Vertreter der Dorfreligionen  bei einem ernstem Gespräch zusammensetzen, denn der Friedhof ist nicht nur „Unser“ Friedhof sondern in Zukunft Ruhestätte aller Religionen und die Kosten müssten gemeinsam getragen werden.

 

Gräber alteingesessener Rumäner.

 

Gräber alteingesessener Rumäner.

 

Der hintere Teil ist verwildert, mit Essigbäumen Fliedern und wilden Rosen. 





 

 







So schön die Bilder auch aussehen, Bäume überwuchern den alten Teil unseres Friedhofes  und machen ihn in ein paar Jahren unbegehbar. 

 

Bernhard Fackelmann

Im Auftrag der Kulturgemeinschaft   „diesamatimer“