Freitag, 22.05.2026 21:32 CEST
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Liebe Landsleute,

wir werden immer älter und gebrechlicher, wir entfernen uns immer mehr voneinander und enden in der Einsamkeit.

In einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der die Stimmen oft lauter statt tiefer werden, droht ein essenzieller Wert in den Hintergrund zu geraten: der gesellschaftliche Zusammenhalt.

Doch was genau hält uns zusammen, wenn die Unterschiede zwischen uns wachsen? Zusammenhalt ist weit mehr als nur ein harmonisches Miteinander. Er ist ein aktiver Prozess, der auf mehreren großen Säulen ruht. Eine funktionierende Gesellschaft gleicht einem Mosaik. Jedes Steinchen hat seine eigene Farbe, seine eigene Form und seine ganz individuellen Kanten. Erst durch die Fugen – das verbindende Element des Zusammenhalts – entsteht aus vielen Einzelteilen ein großes, stabiles Gesamtbild.

Das Gemeinschaftsleben umfasst das soziale Miteinander, dass auf geteilten Werten, Zielen oder Interessen beruht. Ein funktionierendes Zusammenleben erfordert, klare Kommunikation und Kompromissbereitschaft. Jedes Mitglied trägt zum Gelingen einer Veranstaltung bei. Der Verein ist das Herzstück unserer Gemeinschaft, der das kulturelle Leben und den Zusammenhalt fördert und prägt. Wo der Zusammenhalt schwindet, zerfällt das Bild in einsame Fragmente. Es liegt an uns, diese Verbindung täglich durch kleine Gesten der Aufmerksamkeit zu pflegen. Zusammenhalt ist kein Zustand, sondern eine Entscheidung, die wir jeden Tag neu treffen. Er bedeutet nicht, dass wir immer alle der gleichen Meinung sein müssen. Er bedeutet, dass wir einander zuhören, wenn es schwierig wird. Zusammenhalt ist das unsichtbare Band, dass uns trägt, wenn der Einzelne ins Stolpern gerät. Denn am Ende gilt: Was man gemeinsam trägt, halbiert das Ertragen.

Zusammenhalt zeigt sich nicht in den Momenten, in denen die Sonne scheint und alles leicht fällt. Er beweist sich im Sturm. Zusammenhalt bedeutet Vielfalt: Er verlangt nicht, dass wir gleich sind. Er fordert, dass wir trotz unserer Unterschiede an einem Strang ziehen. Wenn jeder von uns heute einen kleinen Schritt auf die Gemeinschaft zumacht, einen Funken Empathie zeigt und Verantwortung übernimmt, schaffen wir ein Netz, dass uns auffängt und zusammenhält. Lassen Sie uns dieses Netz jeden Tag ein Stückchen enger knüpfen. Wenn wir heute über Zusammenhalt sprechen, reden wir nicht über eine theoretische Floskel. Wir reden über das Fundament, auf dem unser tägliches Miteinander ruht.

Wir sind in einem kleinen Ort geboren und miteinander  aufgewachsen. Wir kennen uns, wir wissen wer wir sind. Das macht uns stark das bindet uns zusammen. Die Feierlichkeit am 26. Juli in Sanktmartin wird bestimmt die letzte große Feier in unserer alten Heimat sein. Der Vorstand hat alles ermöglicht, um dieses Fest attraktiv zu gestalten. Heimat ist kein Ort, sondern ein Gefühl, das uns im Herzen verbindet – egal, wie weit uns das Leben auseinandergeführt hat. Um dieses Gefühl noch einmal gemeinsam aufleben zu lassen, laden wir Euch von ganzem Herzen zu unserem letzten großen Heimatfest ein.

Dieses Fest wird ein ganz besonderes sein, denn es markiert das Finale einer langen Tradition. Es ist unsere Abschiedsfeier – die letzte Gelegenheit, in dieser großen Runde zusammenzukommen, alte Geschichten auszutauschen, vertraute Lieder zu singen und die Verbundenheit zu unserer gemeinsamen Heimat gebührend zu feiern. Für viele wird es ein Abschied für immer sein, machen wir das Beste daraus.

Plätze im Bus sind noch frei, der Weg in die Heimat steht allen noch offen. Meldet euch bitte an. Für die Hl.Messe kommen Msg. Johann Dirschl von der Diözese Temesvar, Erzdechant Pfarrer Kiraly aus Arad und natürlich die  Pfarrer Lorant- Sanktmartin und Heimatpfarrer Adam Possmayer. Für den Trachtenumzug haben sich bis jetzt ca 50 Trachtenpaare, Sanktmartiner und Banater angemeldet. Wir bitten um weitere Sanktmartiner Trachtler. Auch eine Blaskapelle ist eingeladen.

Unser Dank geht an die bayerische Staatsregierung, unserem Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, von der wir finanziell großzügig unterstützt werden.

Bernhard Fackelmann

Vorsitzender