Dokumentationszentrum/Museum
in Sanktmartin, Einweihung
Das Dokumentationszentrum in unserer Heimatkirche Sanktmartin ist ein Ort für historische Erinnerung.
Es zeigt Dokumente, Fotos und Gegenstände zum Thema 300 Jahre Sanktmartiner Geschichte.
Es ist eine, nicht auf Gewinn ausgerichtete, dauerhafte Einrichtung für die Öffentlichkeit, die wichtige Dinge aus der Sanktmartiner Geschichte sammelt und bewahrt.
Es zeigt originale Daten damit auch zukünftige Generationen wissen, wer wir waren, wer wir sind, damit wir nicht in Vergessenheit geraten. Besucher aus Nord-, Südamerika, Europa und der ganzen Welt haben nun die Gelegenheit nach Ihren Wuzeln zu suchen, sich zu informieren, wer und was ihre Vorfahren waren.
Auch hier sind wir Sanktmartiner Pioniere, es gibt in keinem Banater Ort ein solches Zentrum, welches die gesamte Geschichte ihres Ortes so darlegt.
Liebe Landsleute, die Vorbereitung der einzelnen Dokumente dauerte Jahre und ist mit viel Arbeit und finanziellem Aufwand verbunden.
Die Suche nach einem passenden Ort dauerte Jahre. Das Pfarrhaus wäre der beste Ort gewesen. Errichtet wie die erste steinerne Kirche 1756, mit viel Platz und geschichtsträchtig. Der nächste Ort, das ehemalige Kloster mit Kindergarten. Beide Häuser befinden sich in einem desolaten Zustand und könnten nur mit großem Aufwand renoviert werden.
Dem Vorschlag, links gegenüber der Sakristei diese Doku einzurichten, widersprach der Kirchenvorsitzende vor Ort, Josef Burger, und schlug den hinteren Teil des Chores/Orgel vor. Wir sind Josef Burger dafür sehr dankbar, zeigt doch die Einrichtung nach der Einweihung nun die volle Pracht und den geeignetsten Platz.
Das ist der Ort, den jeder Besucher zuerst besucht und sich Dank der Information des dort ansässigen Sanktmartiner, Josef Burger, ausreichend informieren kann. Josef Burger kann unter der Handy Nr. 0040721841096 oder Mail:
Bitte meldet Euch bei Ihm an.
Die Einweihung des Dokumentationszentrums/Museum begann mit dem Trachtenumzug der Sanktmartiner, Banater (Neuarader) und Matschamer Trachtengruppe Edera, gefolgt vom Vorstand der Deutschen Konsulin aus Temeswar Frau Anja Zougouari und dem Vorstand der Gemeinde mit Bürgermeister Ciprian Otlacan an der Spitze, begleitet von der Temeswarer Blaskapelle.
An der Kirche wurden alle vom General Vikar Johann Dirschl und Heimatpfarrer Adam Possmayer empfangen. Nach der Begrüßung der vielen Gäste, (überraschend war die Kirche, wie immer ziemlich voll), durch den HOG Vorsitzenden Bernhard Fackelmann begann die Heilige Messe mit Zeremonie und Musik der Temeswarer Blaskapelle mit einem imposanten „Großer Gott wir loben dich“ zum Ende.
Überraschend für viele, gab es am Ende Auszeichnungen von Seiten der Temeswarer Diözese an Pfarrer Adam Possmayer und Bernhard Fackelmann für geleistete Arbeit zur Renovierung der Heimatkirche, der Friedhofskappelle und insbesondere mit Recht für die Einrichtung des Dokumentationszentrums und Wiederbeschaffung verlorener Kirchendokumente, ein Dankeschön für geleistete Arbeit, wie es Bischof Josef Csaba Pal vor zwei Wochen bei einem Besuch in der Diözese Temeswar, Bernhard Fackelmann erläuterte.
Es folgte die Einweihung des Dokumentationszentrum durch Heimatpfarrer Adam Possmayer und Kranzniederlegung der Gemeinde Matscha durch Bürgermeister Ciprian Otlacan, der Konsulin Frau Anja Zougouari und der HOG Sanktmartin. Mit der Rückkehr der Trachtengruppen, in das neu renovierte Kulturheim (früher Kino), begann der offizielle Teil des Festes.
Der HOG-Vorsitzende Bernhard Fackelmann begrüßte alle Gäste darunter: Bürgermeister Ciprian Otlacan mit seinem Vorstand, die deutsche Konsulin Frau Anja Zougouari, General Vikar Johann Dirschl, Heimatpfarrer Adam Possmayer, Vorsitzende Neuarad Frau Bettina Nicoar-Szellner und Frau Adelheid Simon, Trachtengruppe Neuarad.
Fackelmann weiter- Sanktmartiner aus der ganzen Welt besuchen Sanktmartin, um sich über ihre Wurzeln zu informieren und mehr über das Leben ihrer Vorfahren zu erfahren. Er informierte die Besucher über die Ausstellung, über die Beschaffung der Dokumente über die Ahnendaten, durch die nun alle Besucher aus der ganzen Welt Einblick haben und sich einmalig in der Banater Landsmannschaft informieren können. Bernhard Fackelmann bedankte sich bei allen die zum Erfolg dieses Zentrums beigetragen haben, vor Ort bei Josef Burger, Kirchenvorsteher und nun Leiter dieses Dokumentationszentrums, bei Adrian Tutea, der uns wie immer bei der Beschaffung vieler Einrichtungen geholfen hat, bei seinem Vorstand : Brigitte Lustig, Franz Mülleck, Mahler Anton, Sandtner Nikolaus, Martin Laczko, Bernhard Mülek, Dieter Gitzing und besonders bei Johann Hubert der mit dem Aufbau und Beschaffung von Möbeln etc. wie immer sehr behilflich war.
Danke auch an die Ehepartner aller Vorstandsmitglieder die immer an der Seite ihrer Partner zum Erfolg der Feiern beitragen. Danke an alle Sanktmartiner, die alleine durch ihre Anwesenheit zum vollen Erfolg des Festes beigetragen haben.
Danke an die Gemeinde Macea dem Vorstand und dem Bürgermeister Ciprian Otlacan die uns immer beistehen und heute uns das neue Kulturheim zur Verfügung gestellt haben.
Unser Großer Dank geht an die Bayerische Staatsregierung, an unserem Ministerpräsident Dr. Markus Söder für die große finanzielle Hilfe zur Errichtung dieses Dokumentationszentrum/Museum.
DANKE,DANKE, DANKE.
Frau Konsulin Anja Zougouari bedankte sich in ihrer Rede für die Einladung und für den herzlichen Empfang und weist auf die Bedeutung so einer Einrichtung, die Sie in dieser Form noch nie gesehen hat.
Bürgermeister Ciprian Otlacan weist auf die sehr guten Beziehungen zwischen der Gemeinde Macea und der HOG Sanktmartin hin, die sich im laufe der Jahre immer mehr und mehr verfestigt haben.
Als Anerkennung der guten Beziehungen wurde der HOG Vorsitzende Bernhard Fackelmann und der gesamte Vorstand, im Namen von Brigitte Lustig, mit einer Ehrenplakette ausgezeichnet. Mit dem kulturellen Programm der Trachtengruppe Neuarad unter der Leitung von Frau Adelheid Simon begann der kulturelle Teil des Festes. Die Jungen Trachtler zeigten Banater Volkstänze, die mit viel Applaus verabschiedet wurden. Die Trachtengruppe „Edera“ aus Macea, unter der Leitung von Frau Eugenia Deac, zeigten rumänische Volkstänze mit viel Elan und jugendlichem Schwung. Auch sie wurden mit tosenden Aplaus verabschiedet.
Nach dem kulturellen Programm folgte das Mittagessen einer Catering Firma aus Curtici, die allen hervorragend gemundet hat. Bis spät in die Nacht unterhielt man sich mit Gedanken an die Alte Heimat, mit dem Geschehen, mit Gesang und Lieder der Walter Rieger Band.
Wir Sanktmartiner haben wieder gezeigt, das Heimat nicht nur ein Wort ist, das Vergangenheit eng mit Zukunft verbunden ist, dass wir großen Wert auf unsere Vorfahren und unsere Geschichte legen.
Anbei Bilder vom Fest
Bernhard Fackelmann
Vorsitzender der HOG Sanktmartin

Schild beim Eingang zur Kirche. Besucher können sich zum Besuch der Kirche
und Dokumentationszentrum/Museum bei Josef Burger unter:
Handy Nr.+4940721841096 (0040721841096) oder
Mail:

General Übersicht vom Eingang in den Orgelraum

General Übersicht von hinter der Kirchenorgel- Richtung Ausgang/Tür

Gästebuch des Dokumentationszentrums

Impressionen aus dem Gästebuch







Sanktmartiner Kirchweihtracht
(Puppen von Erika Buchertgeborene Fackelmann)

Wer sind unsere Ahnen- Franken
Dorfplan bei der Ansiedlung 1724

Die Ansiedlung
Auswanderung: 20. Mai 1724 Gerolzhofen
Ankunft: 30. Juni 1724 in Sanktmartin

Dorfplan 1724 bei der Einwanderung



Alte Dokumente der Sanktmartiner Schöffengerichte
über Daten der Gemeinde

Alle Geburts-, Heirats- und Sterbedaten von 1750 -1998

Alle Bücher über Sanktmartin

Datenvermerk über die Einweihung des neuen Friedhofes 1785

Daten der ersten angekommenen Siedler Juni 1724

Erste Eintragungen aus der Historia Domus ab 1756

Daten über den Bau der ersten Steinernen Kirche 1756

Von Harruckers Dorfplan von 1724

Flur und Felddaten von 1788

Flur und Felddaten von 1836


Die Pflugschar Kaiser Josef II und Sanktmartin

Bei seiner Dritten Reise
Kaiser Josef der II. traf sich 1783 mit der Bauernschaft vor der Kirche
und übergab ihnen das neue Model der Eisernen Pflugschar


HISTORIA DOMUS die erste Eintragung am 13 September
von Pfarrer Singhofer. In diesem Buch sind alle wichtigen
Eintragungen, die die Pfarrer im Laufe von Dreijahrzenten eintrugen

Originale Heirats-Eintragungen 1891-1910.Daten stammen
aus den geretteten Daten der Gemeinde Macea

Daten der Cholera in Sanktmartin

Original „Corpus“ von einem Cholera Kreuz 1873

Sanktmartiner Dürer-Bild Kopie.
Das Original befindet sich in der Diözese Temeswar

Fränkische und Rumänische Fahne, in der Mitte die Sanktmartiner
Vereinsfahne von 1938 mit 114 Wappen, an der Spitze das Wappen
des Bischofes Augustin Pacha.
Auch diese Fahne sollte in den 1994-er Jahre verbrannt werden.

Oben: Sanktmartiner Auswanderer nach Nord und Südamerika
Unten: Sanktmartiner im Ersten Weltkrieg

Russlanddeportation Januar 1945 und Gedenkfeier

Herkunftsorte der Sanktmartiner Ahnen

Wir haben seit Jahrzenten unsere Heimat verloren, unser physisches Zuhause und Eigentum, aber auch unseren vertrauten Dialekt und Bräuche, das Gefühl der Entwurzlung und vor allem das Gefühl vertrauter Geborgenheit.
Die Sehnsucht nach heimatlicher Zugehörigkeit tritt ein, wenn man sie gerade zu verlieren scheint oder bereits verloren zu haben glaubt. „Wo auch immer ich bin, mein Zuhause vergesse ich nicht“ dass denken die meisten. Das ist auch ein Grund warum viele Sanktmartiner immer wieder ihre alte Heimat besuchen.
Wie fühlen wir uns heute ohne die vertraute verlorene Heimat? Unter „Verlorene Heimat“ versteht man den schmerzhaften Verlust des vertrauten Lebensraums, der eigenen Wurzeln und der sozialen Gemeinschaft. Generationen werden in Zukunft mehr oder weniger nach ihren Wurzeln suchen. Ich hoffe das man hier eine Antwort findet.

IN GEDENKEN
Der Umzug























































Ehrung Pfarrer Adam Possmayer und Bernhard Fackelmann mit der
Silbernen St. Gerhard Medaile vom Bischof C. Pal der Diözese Temeswar





























































Grußwort der Deutschen Konsulin




Grußwort des Bgm Ciprian Otlacan




Auszeichnung des HOG -Vorstandes und dem Vorsitzenden
Bernhard Fackelmann









Auf Wiedersehen!
Bernhard Fackelmann
Vorsitzender der Samatimer HOG
Liebe Landsleute,
wir werden immer älter und gebrechlicher, wir entfernen uns immer mehr voneinander und enden in der Einsamkeit.
In einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der die Stimmen oft lauter statt tiefer werden, droht ein essenzieller Wert in den Hintergrund zu geraten: der gesellschaftliche Zusammenhalt.
Doch was genau hält uns zusammen, wenn die Unterschiede zwischen uns wachsen? Zusammenhalt ist weit mehr als nur ein harmonisches Miteinander. Er ist ein aktiver Prozess, der auf mehreren großen Säulen ruht. Eine funktionierende Gesellschaft gleicht einem Mosaik. Jedes Steinchen hat seine eigene Farbe, seine eigene Form und seine ganz individuellen Kanten. Erst durch die Fugen – das verbindende Element des Zusammenhalts – entsteht aus vielen Einzelteilen ein großes, stabiles Gesamtbild.
Das Gemeinschaftsleben umfasst das soziale Miteinander, dass auf geteilten Werten, Zielen oder Interessen beruht. Ein funktionierendes Zusammenleben erfordert, klare Kommunikation und Kompromissbereitschaft. Jedes Mitglied trägt zum Gelingen einer Veranstaltung bei. Der Verein ist das Herzstück unserer Gemeinschaft, der das kulturelle Leben und den Zusammenhalt fördert und prägt. Wo der Zusammenhalt schwindet, zerfällt das Bild in einsame Fragmente. Es liegt an uns, diese Verbindung täglich durch kleine Gesten der Aufmerksamkeit zu pflegen. Zusammenhalt ist kein Zustand, sondern eine Entscheidung, die wir jeden Tag neu treffen. Er bedeutet nicht, dass wir immer alle der gleichen Meinung sein müssen. Er bedeutet, dass wir einander zuhören, wenn es schwierig wird. Zusammenhalt ist das unsichtbare Band, dass uns trägt, wenn der Einzelne ins Stolpern gerät. Denn am Ende gilt: Was man gemeinsam trägt, halbiert das Ertragen.
Zusammenhalt zeigt sich nicht in den Momenten, in denen die Sonne scheint und alles leicht fällt. Er beweist sich im Sturm. Zusammenhalt bedeutet Vielfalt: Er verlangt nicht, dass wir gleich sind. Er fordert, dass wir trotz unserer Unterschiede an einem Strang ziehen. Wenn jeder von uns heute einen kleinen Schritt auf die Gemeinschaft zumacht, einen Funken Empathie zeigt und Verantwortung übernimmt, schaffen wir ein Netz, dass uns auffängt und zusammenhält. Lassen Sie uns dieses Netz jeden Tag ein Stückchen enger knüpfen. Wenn wir heute über Zusammenhalt sprechen, reden wir nicht über eine theoretische Floskel. Wir reden über das Fundament, auf dem unser tägliches Miteinander ruht.
Wir sind in einem kleinen Ort geboren und miteinander aufgewachsen. Wir kennen uns, wir wissen wer wir sind. Das macht uns stark das bindet uns zusammen. Die Feierlichkeit am 26. Juli in Sanktmartin wird bestimmt die letzte große Feier in unserer alten Heimat sein. Der Vorstand hat alles ermöglicht, um dieses Fest attraktiv zu gestalten. Heimat ist kein Ort, sondern ein Gefühl, das uns im Herzen verbindet – egal, wie weit uns das Leben auseinandergeführt hat. Um dieses Gefühl noch einmal gemeinsam aufleben zu lassen, laden wir Euch von ganzem Herzen zu unserem letzten großen Heimatfest ein.
Dieses Fest wird ein ganz besonderes sein, denn es markiert das Finale einer langen Tradition. Es ist unsere Abschiedsfeier – die letzte Gelegenheit, in dieser großen Runde zusammenzukommen, alte Geschichten auszutauschen, vertraute Lieder zu singen und die Verbundenheit zu unserer gemeinsamen Heimat gebührend zu feiern. Für viele wird es ein Abschied für immer sein, machen wir das Beste daraus.
Plätze im Bus sind noch frei, der Weg in die Heimat steht allen noch offen. Meldet euch bitte an. Für die Hl.Messe kommen Msg. Johann Dirschl von der Diözese Temesvar, Erzdechant Pfarrer Kiraly aus Arad und natürlich die Pfarrer Lorant- Sanktmartin und Heimatpfarrer Adam Possmayer. Für den Trachtenumzug haben sich bis jetzt ca 50 Trachtenpaare, Sanktmartiner und Banater angemeldet. Wir bitten um weitere Sanktmartiner Trachtler. Auch eine Blaskapelle ist eingeladen.
Unser Dank geht an die bayerische Staatsregierung, unserem Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, von der wir finanziell großzügig unterstützt werden.
Bernhard Fackelmann
Vorsitzender
Ein sehr erfolgreicher Sanktmartiner Abend
Ein sehr erfolgreiches Heimatfest zeichnet sich durch ein starkes Gemeinschaftsgefühl, hohe Besucherzahlen und ein vielfältiges Programm aus, das Traditionen lebendig hält. Der Samatimer Owad ist weit mehr als ein fröhliches Beisammensein, es ist ein lebendiges Zeichen für die Samatimer Identität. Unsere Heimat Sanktmartin ist weit mehr als ein abstrakter Begriff. Sanktmartin steht für Zusammenhalt, für Ankommen, für ein gelungenes Miteinander, für Rückhalt in den tiefen Wurzeln von Familie und Freunden. Für alle war es ein Grund, endlich wieder alte Freunde zu treffen und in Erinnerungen zu schwelgen. Dieser Owad, der seit einigen Jahren ins Leben gerufen wurde, hatte drei Gründe: Gemeinschaft zeigen, Zusammenhalt stärken und auch zu zeigen, wer und wie wir Sanktmartiner sind. Mag es auch reizendere Landstriche geben, mag die große Welt draußen noch reichere Schönheit und wundervollere Genüsse bieten – Sanktmartin ist und bleibt Heimat.
Der Samatimer Owad war ein lebendiges Zeichen dafür, was unsere Gemeinschaft ausmacht und es ist weit mehr als fröhliches Beisammensein. Es ist ein ganz starker Ausdruck unserer hervorragenden Gemeinschaft, unserer engen Verbundenheit, unserer gelebten Traditionen und unserer großen Liebe zu unserem Heimatort Sanktmartin.
Ab 19 Uhr wurden Banater Spezialitäten, wie Bratwurst und Mici, die hervorragend schmeckten, serviert. Das Fest begann mit der Begrüßung aller Anwesenden im rappelvollen Saal, durch den Samatimer Vorsitzender Bernhard Fackelmann. In seiner Rede bedankte er sich bei all jenen die allein in den letzten zwölf Monaten über 23.000 € gespendet haben. Gleichzeitig gab er bekannt, dass am 26. Juli in Sanktmartin ein Dokumentationszentrum/Museum eingeweiht wird. Er lud alle Sanktmartiner ein in der alten Heimat diesem großen Event beizuwohnen. Mit viel Herzblut und Patriotismus beschwor er die Sanktmartiner mitzumachen und Verantwortung gegenüber unserer Vorfahren und kommenden Generationen bei der Einrichtung dieses Museums zu zeigen. Mit tosendem Beifall wurde seine Rede von allen applaudiert. Mit “Ein Prosit auf unser Sanktmartin, auf unsere Gemeinschaft, auf unserem Zusammenhalt, wir sind stolze Sanktmartiner und nicht vergessen - Mir sei mir“ , endete die Begrüßung.
Franz Mülleck bedankte sich bei Bernhard Fackelmann, für seine unermüdliche Arbeit in der HOG, in der Hoffnung auch weiterhin für die Gemeinschaft tätig zu sein, was mit viel Applaus erwidert wurde.
Nach dem Grußwort begann der kulturelle Teil des Abends mit der Augsburger Jugend- und Tanzgruppe, bei der auch einige Sanktmartiner dabei waren, geleitet unter Ramona Sobotta. Mit viel Applaus endete das kulturelle Programm und es begann die Aufforderung zum Tanz durch die Sanktmartiner Band P3, unter der Leitung von Walter Rieger, der bis spät in die Nacht dauerte.



















































































































































Rumänienreise August 2024
Die meisten Sanktmartiner kennen Rumänien-Siebenbürgen die Moldau oder Walachei, nur vom Militärdienst oder überhaupt nicht, geschweige nach der Revolution 1989. Das war der Grund warum ich bei der Firma Feil nachfragte um eine Reise von Temesvar bis ins Donaudelta und zurück nach Arad organisierte. Überrascht wurde ich, dass nach Veröffentlichung in unserer Homepage, alle Plätze innerhalb von drei Tagen ausgebucht waren. Die Reise war eine der größten und weitesten Reisen die von der HOG organisiert wurde. Sie war anstrengend aber sehenswürdig, die vier Sterne Hotels sauber, das Essen immer hervorragend. Alle werden mit positiven Erinnerungen noch lange darüber reden. Von Augsburg ging es am 4. August direkt nach Temesvar ins Hotel Timisoara, direkt an der Oper gelegen im Herzen der Stadt.
TEMESVAR
Die drittgrößte Stadt Rumäniens, Hauptstadt des Banates, 1154 zum ersten Mal erwähnt, Stadt der Revolution, die durch ihren Aufstand im Dezember 1989 zum Fall des Kommunistischen Regimes wesentlich beigetragen hat. Temesvar wurde 1716 von den Habsburger nach Eroberung des Türkischen Heeres zur Garnisonsstadt und blieb es bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Die Altstadt ist dadurch geprägt durch Bauten des Jugendstiels und dem Wiener Barock, wie es Bernhard Fackelmann beim Rundgang durch die Innenstadt berichtete.


Das Gebäude wurde nach den Plänen der Architekten Laszlo Szekely und Mathias Hubert zwischen 1928 und 1929 mit Elementen des Barocks und des Jugendstiels erbaut. Zur Lloydzeile hin erhebt sich ein barocker Rundgiebel. Nach der Fertigstellung war das Gebäude Sitz der Schwäbischen Bank, später wurde hier die Pension Central betrieben. Zwischen 1975 und 1978 wurde es um ein neues Gebäude erweitert.



Der Lloyd mit der rumänischen Cadedrala







Piata Decebal und die Statue des Heiligen Nepomuk und der
Maria (volkstümlich Marienstatue, auch Pestsäule genannt)
ist ein barockes Denkmal.

Der Dom zu Temesvar



Der Domplatz ist der älteste Platz der Stadt Temesvar. Er liegt im alten Festungskern der Wehrmauern ist von barocken, meist pastellfarbenen Kirchen und Palais gesäumt, die zumeist im 18. und 19. Jahrhundert errichtet wurden. Der Name des Platzes geht auf den Beschluss der Volksversammlung der Banater Schwaben im Jahr 1919 zurück, in der 40.000 Teilnehmer für die Vereinigung ihrer Gebiete mit Rumänien abstimmten. (Was Ihnen 1945 trotzdem bei der rumänischen Regierung nicht genutzt hatte, wir wurden deportiert, enteignet und Staatenlos und alle bis zum Ende des kommunistischen Regimes als ehemalige Hitleristen bezeichnet, was Gründe zum Exodus fast aller Banater führte.)


Das Nikolaus-Lenau-Lyzeum ist ein deutschsprachiges Gymnasium. Namensgebend ist der aus dem nahen Lenauheim gebürtige Schriftsteller, Nikolaus Lenau, dessen Büste sich in der Vorhalle der Schule befindet. Die Banater Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Herta Müller aus Nizkydorf und Stefan Walter Hell Nobelpreisträger Chemie aus Sanktanna haben hier gelernt.

Die Adam-Müller-Guttenbrunn-Stiftung in Temesvar unterstützt die deutsche Minderheit und umfasst einen sozialen und einen kulturellen Bereich. Zwischen 1992 und 1994 wurde der Neubau der Adam-Müller-Guttenbrunn-Stiftung in Temesvar errichtet. Dieser wurde 1994 in Anwesenheit des damaligen Außenministers der Bundesrepublik Deutschland, Klaus Kinkel, feierlich eröffnet.

Beim Besuch im Banater Forum Temesvar besichtigte man das im Foyer ausgestellte und alles bekannte Gemälde des Malers Stefan Jäger, bekannt unter dem Namen „Einwanderungsbild“ von 1910.

B. Fackelmann informiert die Sanktmartiner über die Geschichte des Bildes „Die Einwanderung“ im Deutschen Forum.

B. Fackelmann, mit dem Präsidium und den Landesabgeordneten Gant, der auch Lenau Schüler und Direktor des Lenau Gymnasiums war, in einer Besprechung im Deutschen Forum.




In der „MIORITA“ Temesvar , bei ciorba de perişoare und sarmale.

Hermannstadt , Zentrum der Siebenbürgersachsen ist vermutlich 1147 errichtet und sind die ersten deutschen Siedler der Gegend. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1191 unter dem Namen praepositum Cibiniensem. Ab 1223 ist der lateinische Name „Villa Hermanni“ und ab 1241 die deutsche Entsprechung Hermannstorf bekannt.

Stadtführung durch Hermannstadt.














Forum Hotel in Hermannstadt.


Beim Abendessen im Hotel.












Und weiter geht’s nach Kronstadt.

Kronstadt wurde von den Ritterbrüdern des Deutschen Ordens im frühen 13. Jahrhundert als südöstlichste deutsche Stadt in Siebenbürgen unter dem Namen Corona gegründet. Kronstadt war über Jahrhunderte neben Hermannstadt das kulturelle, geistige, religiöse und wirtschaftliche Zentrum der Siebenbürger Sachsen, die seit dem 12. Jahrhundert auf Einladung des ungarischen Königs kamen.

Die Schwarze Kirche, Zentrum von Kronstadt

















An den Fogarascher Bergen vorbei über die neue Donaubrücke.



Über die drittgrößte Hängebrücke Europas nur noch 86 Km bis zum Donaudelta und 106 Km bis zum Schwarzen Meer.
TULCEA: Die im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründete Stadt wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. unter dem Namen Aigyssos erstmals erwähnt. Tulcea ist seit dem Altertum eine bedeutende Hafenstadt. Nach ihrer Eroberung durch die Römer im ersten Jahrhundert war sie Basis der römischen Nordost-Flotte. Im Jahr 1417 wurde die Stadt durch das Osmanische Reich erobert und in Hora Tepe, bzw. Toluca umbenannt. Am 11. (23.) März 1854 wurde Tulcea von der russischen Armee im Laufe des Krimkrieges erobert, die Truppen mussten die Stadt jedoch im Juni 1854 verlassen, um an den Kampfhandlungen auf der Halbinsel Krim teilzunehmen. Im Jahr 1860 erhielt der Ort als Bezirkshauptstadt den Rang einer Stadt. Nach dem Berliner Kongress von 1878 wurde Tulcea gemeinsam mit der Norddobrutscha Rumänien zugesprochen.


Unser Hotel Delta 4-Sterne direkt an der Donau.



Das Donaudelta befindet sich im Mündungsgebiet der Donau in das Schwarze Meer. Das Donaudelta stellt nach dem Wolgadelta das zweitgrößte Delta Europas dar und umfasst ein Gebiet von 5800 km², wovon 72 % mit einer Fläche von 4178 km² unter Naturschutz stehen. Diese Fläche liegt zu 82,5 % im rumänischen Teil der Landschaft Dobrudscha sowie zu 17,5 % in der Ukraine. Das Donaudelta ist seit 1990 ein Biosphärenreservat.


Abfahrt ins Delta.






Pelikane


Ankunft im Fischrestaurant.


Fisch oder Hähnchen

















Der Letea -Wald befindet sich auf dem Areal der Gemeinde C.A. Rosetti im nordöstlichen Donaudelta, zwischen den Flussarmen Chilia und Sulina. Es ist der am nördlichsten gelegene subtropische Wald Europas und das älteste Naturreservat in Rumänien. Teile des Waldes stehen seit 1930 unter Naturschutz.







Mit dem „Safari-Auto“ unterwegs



Letea Wald, Letea Wildpferde und uralte Eichen








Kormorane
Bukarest ist die Hauptstadt Rumäniens. Sie ist mit etwas mehr als 2,2 Millionen Einwohnern (2024) die achtgrößte Stadt der EU. Bukarest wird in einer auf den 20. September 1459 datierten Urkunde erstmals erwähnt. Die Urkunde wurde von dem Woiwoden und Feldherrn Vlad Tepes, mit dem Beinamen Drăculea, ausgestellt. Das Osmanische Reich dehnte sich im 14. Jahrhundert von Kleinasien auf das Gebiet des heutigen Rumäniens aus. Bereits 1394 drang eine erste osmanische Armee über die Donau vor. Danach wurde das Fürstentum Walachei erstmals tributpflichtig. Nach dem Berliner Kongress wurde Rumänien im Jahr 1878 als unabhängig anerkannt. Mitte Dezember 1989 begann in Temesvar der Aufstand gegen Nicolae Ceaușescu. Dieser erreichte am 21. Dezember Bukarest, weil das Ceaușescu-Regime eine öffentliche Kundgebung vor das Zentralkomitee der Rumänischen Kommunistischen Partei bestellte, um ihren Rückhalt in der Bevölkerung nach den Unruhen in Timișoara zu präsentieren. Die staatlich organisierte Demonstration schlug jedoch ins Gegenteil um Securitatea-Truppen, Scharfschützen und mit Panzern ausgerüstete Armeeeinheiten richteten innerhalb eines Tages ein Massaker in der empörten Menschenmenge an. Es kam zu Bränden im ehemaligen königlichen Palast und in der Universitätsbibliothek. Einen Tag später, am 22. Dezember 1989, verkündete der staatliche Fernsehsender TVR Rumänien als befreit. Allein in Bukarest gab es rund 500 Tote. Nach dem Aufstand stellte sich heraus, dass in Bukarest einige Bunkersysteme und Tunnel bestehen, manche davon stammen aus dem Mittelalter. Seit 1. Januar 2007 ist Rumänien Mitglied in der EU.









Von diesem Balkon sprach Ceausescu das letzte Mal im Dezember 1989.



Durch Bukarest


Hanul Manuc Gasthof des Manuc ist ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude in Bukarest.
Der Gründer des Gasthofes, Manuc Bay, wurde 1769 in Ruse(Bulgarien) geboren. Er erhielt zurzeit Sultan Mustafas IV. den Titel Dragoman und Bey. 1808 wurde er zum „Bey der Moldau“ ernannt. Im Jahre 1806 siedelte sich Manuc in der Hauptstadt der Walachei an und ließ innerhalb von zwei Jahren den Gasthof errichten.

Mit Oies Hermine, die in der Nähe wohnt, vor der Gaststätte MANUC.


Biergarten im Hanul Manuc


Abendessen im Hanul Manuc













Kulturelles Programm









Der Parlamentspalast ist Sitz der Rumänischen Abgeordnetenkammer. Er war früher als „Haus des Volkes“ Casa Poporului bekannt. Der zentral gelegene Palast befindet sich am westlichen Ende des etwa drei Kilometer langen Bulevardul Unirii. Das Gebäude wurde von 1983 bis 1989 nach den Vorstellungen des diktatorisch regierenden rumänischen Staatspräsidenten Nicolae Ceausescu errichtet.
Nach der Rumänischen Revolution und der Hinrichtung Ceaușescus 1989 entbrannten Diskussionen um die weitere Nutzung des Bauwerkes. Im April 1991 fiel die Entscheidung, dass der Gebäudekomplex nicht abgerissen sondern in „Palast des Parlaments“ umbenannt wird. Nach weiteren Umbauten dient das Gebäude seit 1997 als Sitz der rumänischen Abgeordnetenkammer.












Târgu Jiu ist eine Stadt in der historischen Region Kleine Walachei. Der Ort wurde 1406 erstmals urkundlich erwähnt und besitzt seit 1597 Stadtrecht. Bekannt ist die Stadt durch die Skulpturen von Constantin Brancusi


Tor des Kusses und Tisch des Schweigens

Die endlose Säule ist eine Skulptur des Künstlers C. Brancusi. Sie ist Teil eines dreiteiligen Monumentalensembles in Targu Jiu, bestehend aus der „Säule der Unendlichkeit“, dem „Tor des Kusses“ und dem „Tisch des Schweigens“, die allesamt von Brâncuși entworfen und verwirklicht wurden. Die Säule, die am 27. Oktober 1938 eingeweiht wurde, ist 29,35 Meter hoch und besteht aus 16 überlappenden oktaedrischen Modulen. Die Säule hat am unteren und oberen Ende jeweils ein halbes Modul und steht auf einem fünf Meter tiefen Fundament.

ORSOVA-Als die katholische Kirche der „Unbefleckten Empfängnis Mariens“ , am 26. November 1976 geweiht wurde, erteilte der rumänische Staat eine Ausnahmegenehmigung, da im kommunistischen Rumänien zu dieser Zeit der Bau von Kirchen untersagt war. Der Sakralbau wurde vom Trustul de Constructii Timișoara nach den Bauplänen von unserem Matschamer Landsmann Hans Fackelmann errichtet.




ARAD wurde im Jahr 1331 in der Ungarischen Bilderchronik des Markus von Kalt zum ersten Mal erwähnt. 1552 eroberte ein osmanisches Heer die Arader Burg und richtete dabei große Zerstörungen an. Das Gebiet des ehemaligen Arader Komitats wurde in drei Sandschaks aufgeteilt, wobei jener von Arad die Stadt und weitere 113 Dörfer umfasste. In der Zeitspanne 1553 bis 1555 errichteten die Türken eine rechteckige Festung aus Backstein am nördlichen Maroschufer. Die Marosch wurde Grenzfluss. Im Jahre 1689 arbeitete Prinz Eugen von Savoyen die Pläne zum Wiederaufbau der ehemaligen türkischen Festung aus. Die Bauarbeiten der Arader Festung wurden von Johann Georg von Harruckern zwischen 1763 und 1783 geleitet. Der kaiserlichen Armee folgten deutsche Handwerker und Händler, die sich in der Nähe der Festung niederließen.



Das Hotel Forum Continental wurde 1969 unter dem Namen Astoria errichtet.




Arader Spezialitäten


Heimfahrt, Jause in Oberösterreich


Hungrige Reisende
Eine schöne Reise geht zu Ende. Weitere gemeinsame Reisen folgen noch hoffentlich.
Bernhard Fackelmann HOG Vorsitzender
Foto D. Gitzing und B. Fackelmann











